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Antrag / Anfrage / Rede

Antrag Klimakompension Flüge

Kreisrat Michael Finger stellt Antrag

Aufgrund unserer Klimabemühungen und den damit verbundenen
Auszeichnungen, die der Landkreis erhalten hat sowie den damit ein-
gegangenen Verpflichtungen und darüber hinaus der Verantwortung  gegen-
über den folgenden Generationen, stellen wir den Antrag:

Alle Flüge(innerdeutsch /weltweit), die der Landkreis Oberallgäu
 unternimmt, sollen ab Beschlussfassung über eine Klimakompension
 ausgeglichen werden.

Zusätzlich muss diese Verantwortung in die Landkreiseigenen Töchter und Beteiligungsgesellschaften weitergegeben werden.
Wir sehen klar die Verantwortung und die Vorreiterrolle beim Landkreis und Landrat.
Die CO2 Kompensation entspricht der heutigen Verantwortungen für den
 Planeten und den folgenden Generationen. Der Landkreis hat die moralische
 Aufgabe hier Wegbereiter zu sein. Auf Bundesebene schreitet hier die
Bundesregierung mit guten Beispiel voran.
Deshalb beantragt die ÖDP OA –KE, dass der Landkreis alle Flugreisen
über  „Atmosfair“  kompensiert.

Dieser Antrag wurde auf der Sitzung des Kreistages am 14.10.2016 abgelehnt.

Dazu Michael Finger:

"Wenn wir so weitermachen, dann wird sich mit dem Klima das gesamte Ökosystem verändern und damit all unser Leben und Heimat ", sagt ÖDP-Kreisrat Michael Finger

Der Antrag der ÖDP auf Kompensation der CO 2 Flugbelastung durch den Landkreis OA wurde mit 15 zu 20 Stimmen abgelehnt. Diese Entscheidung lässt Zweifel an der Ernsthaftigkeit des Landkreises aufkommen am Klima wirklich interessiert zu sein.

Im Antrag wollte die ÖDP Oberallgäu, die CO2 Belastung, die über die Flugtätigkeit des Landkreises entsteht, wie in den Klimaversprechungen des Landrates festgehalten, kompensieren lassen.“Die einseitige und mit Vorurteilen belastete Diskussion lässt mehr Ahnen als Gesagt wurde“ so Finger

Alle Klimaprädikate und Auszeichnung, sowie die eigene Aussage, 100% Klimaneutral werden zu wollen, werden damit ad absurdum geführt.“ Der Landkreis war nicht in der Lage einen kleinen Schritt zu gehen, dann fragen wir mal nicht nach den großen“ so Kreisrat Peter Nessler.

Die Winter sind bei uns erste Anzeichen für unser Versagen, was Klimaschutz angeht. Und das Fliegen gehört zu den aggressivsten Klimakillern unserer Zeit, vor allem die Kurzstreckenflüge die auch der Landkreis tätigt. Der Landkreis fliegt meist über München und das ca. 8-10-mal im Jahr. Gesehen an dem zu zahlenden Ausgleich, wäre das für den Landkreis günstig, die Hilfe die daraus entsteht aber positiv spürbar.

Mit dem von der ÖDP vorgeschlagenen Kompensationsverfahren von Atomsfair gibt es ein Konzept und Partner in unserer Gesellschaft, die sich bemühen und Wege aufzeigen, wie wir gemeinsam als Landkreis im partnerschaftlichen Sinne CO2 ausgleichen können. Atmosfair bilanziert die CO2 Bilanz des Fluges in Projekte von Schwellen und Entwicklungsländern nach eigener Aussage. Hier kompensieren auch der Bund und deren Ministerien ihre CO2 Bilanz. Mit dem Geld wird kein Ablasshandel finanziert, sondern sinnvolle und zukunftsfähige Projekte gefördert .Es werden z.B. Solaröfen gekauft um Holzfeuer zu ersetzen die unnötig CO2 produzieren und zum Waldverlust beitragen. Gerade bestimmte Länder brauchen den Wald zum Schutz vor Naturkatastrophen, wie Hochwasser oder Erdrutsche. Somit hilft man den Menschen vor Ort, einen Schritt in die Richtung gleichberechtigter Weltbürger zu machen. Das Ausgleichskonzept ist gelebte Entwicklungshilfe mit dem Prädikat Selbstachtung und Bestimmung.

„Wenn wir das Zwei-Grad- Klimaziel nicht erreichen, werden sich ca. 200 Mio. Menschen auf den Weg machen, laut UNO. Wir tragen die Verantwortung. Wo ist der Unterschied zwischen Klima- und Kriegsflüchtlingen für unser Land“ gibt Kreisrat Michael Finger zu bedenken.



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